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Bhawani Moennsad wuchs als Tochter indisch-deutscher Eltern zweisprachig auf. Klassische Musik beider Kulturen prägte sie schon früh: als Kind lernte sie vom Vater neben dem Lesen und Schreiben der indischen Sprache auch Yoga und Klassische Sitar. Ihre Mutter führte sie an Werke deutscher Kammermusik heran. Klavierunterricht erhielt sie bei dem Pianisten und Kenner Alter Musik Ernst Gröschel, Gesangsstudium bei Monique Herreman am Meistersinger-Konservatorium Nürnberg, folgte Meisterkursen bei Julia Hamari (Oper) und Wilfried Jochens (Alte Musik). Ihre stimmliche Ausbildung vertiefte die Sängerin nach ihrem Studium bei dem internationalen Bassisten Jan-Hendrik Rootering und bei KS Irmgard Boas, Dresden. Heute arbeitet Bhawani Moennsad freischaffend in unterschiedlichen musikalischen Bereichen und Projekten. Ihr Repertoire umfasst Opernpartien für Mezzosopran (Carmen, Cherubino, Dorabella, Hänsel, Prinz Orlofsky), Altpartien der großen Oratorien und klassisches Lied - regelmäßig erarbeitet sie gemeinsam mit der ukrainischen Pianistin Tatjana Shapiro Liederabende zu unterschiedlichen musikalischen Themenbereichen. Seit vielen Jahren präsentiert sie sich als gefragte Altistin im Konzertfach, wo sie durch Klangwärme und hohe musikalische Ausdruckskraft ihre Zuhörer gewinnt. 2002 wurde sie als Gast an die Frankfurter Oper verpflichtet, 2004 folgte ein Engagement als Flora in Verdis La Traviata bei den Opernfestspielen Heidenheim. Seit ihrem Umzug nach Berlin 2006 trat sie dort mehrfach im Konzerthaus am Gendarmenmarkt und in der Philharmonie auf. Zubin Mehta engagierte sie für das Eröffnungskonzert 2008 an das Theatro del Maggio Musicale nach Florenz. Die Sängerin widmet sich regelmäßig Projekten zeitgenössischer Musik: in ausgesuchten Kammerensembles wirkte sie mit, sang beim Filmmusikfest Nürnberg den Celanzyklus des englischen Komponisten Michael Nyman und in Uraufführungen wie Vom Großen und Ganzen (Zels/Schidlowsky) oder Siehe, ich mache alles neu (Torp) . 2006 war sie in Berlin für eine Aufführung des Werks Das Buch mit Sieben Siegeln von Franz Schmidt engagiert, 2008 folgte während der Chormusiktage Kassel das Werk des Zeitgenossen H. W. Zimmermann The Bible of Spirituals sowie Misa Tango von L. Bacalov. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Komponisten Hans Kraus-Hübner. Anlässlich der Verleihung des Internationalen Menschenrechtspreises 2005 wurde seine Komposition Rhapsodie Cantabile - einem Werk für Orchester und Mezzosopran - mit dem Bayerischen Kammerorchester uraufgeführt. Bhawani Moennsad arbeitete mit dem Bayerischen Rundfunk und Fernsehen, 2008 unter der Leitung von Zubin Mehta für den Italienischen Rundfunk. |
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